Aktuelles

„Immer wieder Dynamo“ – Dokumentation über weibliche Dynamo-Dresden-Fans

Anlässlich des Internationalen Frauentages wird die Dokumuntation „Immer wieder Dynamo“ vom Fanprojekt Dresden veröffentlicht. In diesem knapp einstündigen Film werden elf weibliche Dynamo-Fans im Alter von 19 bis 59 Jahren im Interview-Stil porträtiert. Dabei gewähren sie individuelle Einblicke in ihre Fan-Erlebnisse, stellen ihr vielfältiges Engagement für den Fußballverein SG Dynamo Dresden und seine Fankultur dar und erklären ihre schwarzgelbe Leidenschaft. Auch kritische Anmerkungen fehlen dabei nicht. In einem männlich geprägten Fußballmilieu sind Frauen oft unterrepräsentiert bzw. werden kaum wahrgenommen. Diese Leerstelle möchte der Film „Immer wieder Dynamo“ für den Standort Dresden zu einem Teil schließen.

fanprojekt-dresden.de/filmpremiere


BAG der Fanprojekte zum Abschlussbericht der DFL „Task Force Zukunft Profifußball“

Am Mittwoch, den 3. Februar 2021, hat die DFL den Abschlussbericht der „Task Force Zukunft Profifußball“ vorgestellt. Die Einrichtung dieser Task Force erfolgte als Reaktion auf die Aktivitäten verschiedener Fanorganisationen. „Der grundsätzliche Gedanke, Wünsche und Anregungen von Fans ernst zu nehmen und sogar eigens eine Task Force für einen Austausch zur Zukunft des Profifußballs einzurichten, vermittelte Hoffnung in Bezug auf Veränderungen im Fußball im Sinne der Zuschauer*innen und Fans“, so Sophia Gerschel, die Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG). Schließlich hatten mehrere Teilnehmer*innen aus Fankreisen diesen Prozess maßgeblich vorangetrieben und mit Inhalten gefüllt. Umso erstaunlicher ist es aus unserer Sicht, dass im Rahmen der PK an die Niederlagenkompetenz der Teilnehmer*innen appelliert wurde. „Die von den Fans investierte Zeit, Nerven und Arbeit in Projekte ist Wertzuschätzen, und nicht durch unglückliche Formulierungen abzumildern,“ so die 35jährige Fansozialarbeiterin. Es gelte, den nicht zu unterschätzenden Beitrag der Fans und Fanszenen stärker hervorzuheben.

Die von allen Seiten gelobten konstruktiven Diskussionsbeiträge und thematischen Auseinandersetzungen innerhalb der Task Force machen deutlich, dass dieser Abschlussbericht allenfalls ein Zwischenfazit sein kann und keineswegs alle Themen nennen kann, die in den Runden der Task Force angesprochen wurden.

„Es gilt nun, was Herr Seifert in der Pressekonferenz formuliert hat: der Fußball wird gemessen an der Umsetzung des angestoßenen Prozesses und den daraus resultierenden Reformen“, so Gerschel weiter und begrüßt die von der DFL formulierte Fortführung des Prozesses.


Sophie von La Roche-Preis 2020 für Antje Hagel vom Fanprojekt Offenbach

Das Fanprojekt Offenbach freut sich über die Auszeichnung der Stadt Offenbach am Main an Antje Hagel. Die Leiterin des Fanprojekts Offenbach erhält den Preis in Anerkennung und Würdigung ihres herausragenden Engagements für die Gleichstellung von Frauen und Mädchen sowie den Abbau von Stereotypen und gegen Sexismus, Rassismus und Diskriminierung im Fußball aus.

Die Auszeichnung, die dem Lebenswerk der Schriftstellerin Sophie von La Roche gewidmet ist, wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit einem Preisgeld von 1.500 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand am späten Freitagnachmittag in Corona bedingtem kleinen Kreis statt. Nach der Begrüßung durch die Stadträtin Marianne Herrmann und die Laudatio von Steffie Wetzel, Erzieherin, ERWIN-Mitherausgeberin und OFC-Fan aus Leidenschaft, überreichte Marianne Herrmann den Sophie von La Roche-Preis 2020 im Namen des Magistrats der Stadt Offenbach.
Antje Hagel ist studierte Kultur- und Politikwissenschaftlerin und gründete mit Andreas Lampert und Volker Goll bereits 1994 das unabhängige Fan-Magazin der Offenbacher Kickers „ERWIN“. Auch auf ihr Betreiben hin, steht der ERWIN bis heute für eine offene und vielfältige Fankultur, in der jede und jeder – bestenfalls frei von Diskriminierung – seinen Platz hat.

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Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork/ Mobile Jugendarbeit e. V.

[…] Die Fachkräfte von Streetwork/ Mobiler Jugendarbeit stehen den Adressat*innen als verlässliche Ansprechpartner*innen zur Seite und pflegen den Kontakt. Ziel ist es, weder den Zugang noch den Kontakt zu den Adressat*innen zu reduzieren oder gar zu verlieren und – auch für neue Kontakte – präsent und ansprechbar zu sein. Die Kontaktaufnahme und -pflege findet derzeit sowohl über digitale Kanäle als auch über „Face-to-Face“-Begegnungen statt. Dabei entwickeln die Fachkräfte einerseits neue, kreative Ideen und innovative Lösungen und schaffen es andererseits „klassische“ Methoden des Arbeitsansatzes bedarfsorientiert und bedarfsgerecht an die aktuelle Situation anzupassen. Die in den fachlichen Standards1 formulierten, handlungsleitenden Arbeitsprinzipien gelten auch in Zeiten von Corona:

Aufsuchende Arbeit im öffentlichen Raum
Durch die Aufsuchende Arbeit im öffentlichen Raum werden Menschen erreicht, die sich dort nach wie vor häufig aufhalten, insbesondere auch diejenigen, die über digitale Angebotsformate nicht oder nur schwer erreicht werden können oder auch wollen. Die Fachkräfte sind im Sozialraum präsent und ansprechbar und leisten gezielt Aufklärungs-, Informations- und Unterstützungsarbeit bis hin zur Krisenintervention vor Ort.
Für die Aufsuchende Arbeit im öffentlichen Raum gilt es – wie auch in Zeiten vor Corona – keine ordnungspolitischen Aufträge anzunehmen. Verstöße gegen Aufenthalts- und Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktverbote zu melden, zu kontrollieren oder gar Sanktionen durchzusetzen, gehört nicht zum Aufgabenprofil sozialpädagogischer Fachkräfte. Ein solches Vorgehen stellt die auf Vertrauen basierte Beziehung zwischen der Fachkraft und den Adressat*innen in Frage und ist nicht mit den fachlichen Arbeitsprinzipien vereinbar. […]

bag-streetwork.de/positionspapier


Eine Empfehlung und das nicht nur in der fußballfreien Zeit!

“Fußball ist bunt – damit wir auch zuhause was zu tun haben! Ob mit Lesungen, Diskussionen, Vorträgen oder einem Quiz: seid von eurem Wohnzimmer aus interaktiv mit dabei und unterstützt gleichzeitig soziale Projekte, die finanzielle Hilfe benötigen. Die Liga steht zwar still – wir aber nicht!”

inklusion-fussball.de/kickonathome


PM: Fanprojekte warnen vor erneuter Sackgasse und raten zu konstruktiven Gesprächen

Beleidigungen, Schmähgesänge, Transparente, die vordergründig eine Person diffamieren – Dinge, die die Kurven sicherlich nicht schöner oder bunter machen und auch nichts mit „dem Fußball“ als solchen zu tun haben. Da sind sich alle einig! Aber diese Vorgänge vom Wochenende in Hoffenheim zu nutzen, um längst überfällige konsequente Reaktionen auf Rassismus, Sexismus, Homophobie und andere Diskriminierungen zu zeigen, ist der falsche Weg. Und er führt in die Sackgasse. In der Kritik der Fans stehen Kollektivstrafen, die die Fußballverbände in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls als obsolet vermieden.

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Petition zum Zeugnisverweigungsrecht für Berufsgeheimnisträger

Wir unterstützen die Petition an den Bundestag ausdrücklich. Das Zeugnisverweigerungsrecht der Berufsgeheimnisträger soll demnach für staatl. anerkannte Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen und damit auch für Fanprojektmitarbeiter*innen gelten!

petitionen.bundestag.de


Stellenausschreibung: Kickers Fanprojekt

Die Kolleg*innen des Kickers Fanprojekt suchen eine Verstärkung für ihr Team. Näheres findet ihr unter folgendem Link: kickers-fanprojekt.de/ausschreibung

 


Pressemitteilung: Netzwerk veröffentlicht Handlungskonzept gegen sexualisierte Gewalt im Zuschauer*innensport Fußball

Das Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt stellte auf der gestrigen Bundeskonferenz der Fanprojekte das „Handlungskonzept gegen sexualisierte Gewalt im Zuschauer*innensport Fußball vor“. Die Inhalte des Handlungskonzepts reichen von einer begrifflichen Klärung über Hinweise zur Grundhaltung hin zu konkreten Handlungsmöglichkeiten in den Bereichen Prävention und Intervention. Damit hat das Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt eine Grundlage für die Erarbeitung von lokalen Konzepten geschaffen und einen Beitrag dazu geleistet, das Thema sexualisierte Gewalt im Zuschauer*innensport aus der Tabuzone zu holen.

„Fast ein Jahr haben wir im Netzwerk an der jetzt veröffentlichen Broschüre gearbeitet. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses jetzt der Öffentlichkeit und allen Interessierten zur Verfügung stellen können“, so Antje Grabenhorst aus dem Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt. „Wir haben insbesondere die Erfahrungen von Betroffenen auf den Rängen und der professionellen Fanarbeit in den Blick genommen. Betroffene sind aber auch die Angestellten der Vereine oder der Dienstleistungsfirmen (wie Catering oder Ordnungsdienste)“, weiß Antje Hagel.

Helen Breit ergänzt: „Unser Anliegen besteht darin, für das Thema der sexualisierten Gewalt zu sensibilisieren und zu einem bedürfnisorientierten Umgang mit Vorfällen beizutragen. Die öffentliche Verhandlung dieses Themas zeugt von einem hohen Verantwortungsbewusstsein. Es gibt bereits zahlreiche lokale Initiativen, die sich dem Thema angenommen haben – mit unserer Veröffentlichung wollen wir dieses Engagement stärken und an weiteren Standorten ausbauen.“

Das Handlungskonzept steht online auf unserer Homepage zum Download bereit und kann über kontakt@fussball-gegen-sexismus.de als Druckexemplar bestellt werden.

Für weiterführende Fragen und Pressegespräche stehen wir gerne zur Verfügung.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: kontakt@fussball-gegen-sexismus.de

Für das Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt
Antje Hagel


Pressemitteilung zur Verleihung des Julius Hirsch Preises 2019

Das Kickers Fanprojekt und die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule erhalten den Julius Hirsch Preis 2019 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).Mit dem Julius Hirsch Preis zeichnet der DFB seit 2005 alljährlich Vereine, Initiativen und Personen aus, die sich „als Aktive auf dem Fußballplatz, als Fans im Stadion, im Verein und in der Gesellschaft beispielhaft einsetzten für die Unverletzlichkeit der Würde des Menschen und gegen Antisemitismus und Rassismus für Verständigung und gegen Ausgrenzung von Menschen für die Vielfalt aller Menschen und gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit“ (Zitat aus der Ausschreibung des DFB). Das Kickers Fanprojekt und die Cotta-Schule hatten eine gemeinsame Bewerbung eingereicht für ihre beiden zunächst unabhängig voneinander gestarteten Projekte „Heimat Kickers –Die Blauen in bewegten Zeiten“ und „Fußball im Nationalsozialismus“. […]

Pressemitteilung des Kickers Fanprojekt



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